Sie sind nicht angemeldet.

Zwangsgedanken: Homosexuelle Zwangsgedanken

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Zwangserkrankungen.de. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Konfusius

unregistriert

1

Sonntag, 20. Oktober 2013, 16:51

Homosexuelle Zwangsgedanken

Hallo



Ich bin neu hier und möchte gerne meine Geschichte erzählen..



Es fing bei mir Alles vor ca. 5 Jahren an als Ich ein Praktikum in einer
Firma machte...die anderen Mitarbeiter meinten ich wäre schwul und
bezeichneten mich ständig als Homo oder Ähnliches...ich hab immerwieder
gesagt das ich nciht schwul bin , da ich sows zu diesem Zeitpunkt auch
noch nie gehört hatte das mich jemand dafür hielt...Ich habe zu der Zeit
viel gekifft und wollte eigentlich nur den Gedanken "die halten mich
für schwul" loswerden...aber irgendwie wurde es dann immer schlimmer,
ich hatte zu der Zeit noch eine andere Arbeitsstelle und bekam plötzlich
das Gefühl das die Leute dort mich auch für schwul halten und das
schlimmste war, sie taten es auch, ich belauschte eines Tages ein paar
Mitarbeiter weil ich das Gefühl hatte das mcih dort die Leute auf einmal
komisch ankucken und hörte dann "Glaubst du der ist schwul, ne ich
glaub nicht " ....irgendwie hat mich das ganze damals so sehr
mitgenommen das sich daraus eine Psychose entwickelt hat...da dieses
Gerücht dann auchnoch an meiner damaligen Uni verbeitet wurde...ich kam
damals einfach nicht mehr klar und habe mein Studium versaut...die
Psychose zog sich dann noch ewig weiter, ich hab Leute auf der Straße
gehört wie sie über mich redetetn " der ist doch schwul" oder "was ist
das denn für eine schwuchtel" oder solche Sachen, habe mich auch
mehrmals in Behandlung begeben und bekomme jetzt Seroquel....das ist die
eine Seite, auf der Anderen wurde bei mir nun eine Zwangsstörung
diagnostiziert wegen der ich auch in Behandlung bin...weil ich
irgendwann glaubte selber schwul zu sein....die Therapie half mir aber
auch nur bedingt, ich lernte da so komische Techniken mit dem Weiterziehen lassen usw ..



Mein Therapeut meint zwar das es nur Zwangsgedanken sind aber es geht
mir im Moment einfach wieder total schlecht, ich hab ständig diesen
Gedanken in meinem Kopf "schwul" und frage mich ständig " was ist wenn
ich nicht doch schwul bin, was ist wenn es doch keine Zwangsgedanken
sind" wenn ich teilweise unter Menschen gehen oder unter Männer habe ich
manchmal so einen Impuls diese im Intimbereich anzufassen, ich bekomm
dann Angst das ich sowas wirklich mal tun würde....


Wenn ich durch die Stadt laufe musse ich ständig jeden Mann ankucken und mich fragen ob ich irgendwas attraktiv an ihm finde, meistens finde ich nichts, dann suche ich beim nächsten...das ist Alles total krank zwanghaft aber ich kann damit nicht aufhören, an manchen Tagen ist es besser und an anderen schlechter..


Ich hatte auch eine Zeit lang keinfe Freundin was das ganze vielleicht
noch schlimmer machte, bin nun seit einem Jahr oder mehr vergeben, aber
der Zwang wird wieder stärker, ich komm mir so bescheuert vor das ich
diesen Gedanken habe, trotz Freundin...Wenn Ich sex mit ihr habe oder
einen Porno anschauen dann denk ich mir meistens ach was hast du da
wieder für einen Qautsch im Kopf gehabt, aber der Gedanke hängt trotzdem
in meinem Kopf fest, es ist wie verhext...



Nachdem ich mich durchs Netz gewühlt hatte fand ich in amerikanischen
Boards den Begriff HOCD der bei mir eigentlich alle Probleme und
Symptome abdeckt, ich weiss auch das es viele Leute gibt die unter
dieser Art von Zwangsgedanken leider, aber man liest immer nur vom
selben Problem ohne Lösung....Verhaltenstherapie hab ich schon durch
aber der Gedanke kommt immerwieder....



Ich weiss auch mittlerweile nichtmal mehr was bei mir für eine Störung
vorliegt, das eine ist eine Psychose und das andere Zwang, aber kann man
denn beide Störungen gleichzeitig haben ? Psychosen sind ja nicht
heilbar, bedeutet das jetzt das es mir bis ans Ende meiens Lebens so
******* gehen wird ?


Ich versteh das einfach Alles nichtmehr und habe soviele Fragen im Kopf: Warum bekommt ein Heterosexueller Mann überhautp homosexuelle Zwangsgedanke? Ich meine wenn ich weiß das ich hetero bin muss ich mir doch keien Sorgen darüber machen das ich schwul sein könnte.Aber wenn ich schwul bin warum gefallen mir dann Frauen besser als Männer , wieso mag ich den weiblichen Körper und Sex mit Frauen ? Ich kann mir auch echt nichts mit einem Mann vorstellen, weder Küssen und der Gedanken Sex mit einem Mann zu haben ekelt mich einfach an, als das er mich erregt, ich hab mir auch schon Schwulenpornos angekuckt aber da war auch nur ekel und keine Erregung, trotzdem hört es nicht auf....ich hab manchmal auch sogar Bilder in meinem Kopf die sich mir aufdrängen wenn ich in der Nähe eines Mannes bin, richtig ekelhafte Vorstellungen...und dann noch diese innere Anspannung als ob es einen zerreist


Hat einer von euch schonmal ähnliche Erfahrungen gemacht und ist diesen Zwangsgedanken losgeworden ? Wie kann ich überhaupt sicher sein, das es nur ein Zwangsgedanken ist ?

Bin für jede Hilfe dankbar

MfG

Jake_Sully

Fortgeschrittener

  • »Jake_Sully« ist männlich

Beiträge: 265

Zwangssymptome: Angst vor Schmutz/Parasiten

Medikament / Dosis: Fluoxetin

Aktueller Therapie-Status: war schon mal in Therapie

Status: Betroffene/r

Wohnort: Pandora

Beruf: EU-Rentner

Hobbys: PC, Internet, Linux-Mint, Kinofilme

  • Nachricht senden

2

Montag, 21. Oktober 2013, 02:17

Nackte Männer sind eklig. Vielleicht bist Du deshalb ein ganz normaler Weichei-Mann, evtl. eloquent mit weibliche Gesichtszüge? Gentleman nannte man das früher, aber für RTL-Zuschauer von heute sind das verdächtige Warmduscher.

Quovadis

unregistriert

3

Montag, 21. Oktober 2013, 15:05

Nackte Männer sind eklig. Vielleicht bist Du deshalb ein ganz normaler Weichei-Mann, evtl. eloquent mit weibliche Gesichtszüge? Gentleman nannte man das früher, aber für RTL-Zuschauer von heute sind das verdächtige Warmduscher.

Also ich sehe nackt (angezogen aber auch ) sehr gut aus und viele andere Männer tun das auch. Das man das als Mann anerkennen kann hat auch gar nichts mit Homosexualität zu tun.

Jake_Sully

Fortgeschrittener

  • »Jake_Sully« ist männlich

Beiträge: 265

Zwangssymptome: Angst vor Schmutz/Parasiten

Medikament / Dosis: Fluoxetin

Aktueller Therapie-Status: war schon mal in Therapie

Status: Betroffene/r

Wohnort: Pandora

Beruf: EU-Rentner

Hobbys: PC, Internet, Linux-Mint, Kinofilme

  • Nachricht senden

4

Mittwoch, 23. Oktober 2013, 03:34

Ein sportlich-trainierter Männerkörper mit tolle Muckis kann cool aussehen, aber nicht schön aus männlicher Sicht.

girasol1991

unregistriert

5

Mittwoch, 23. Oktober 2013, 13:13

Boah, ganz ehrlich, wenn ich sowas lese ey... natürlich kann ein Mann - egal wie er letztendlich aussieht - gut/schön/attraktiv aussehen und auch andere Männer dürfen das so sagen/denken/empfinden, ohne dass sie gleich homosexuell oder sonst was sind. Ich finde um ehrlich zu sein, dass es von enormer Stärke zeugt, wenn man sowas zu gibt bzw. zu geben kann!

Jake_Sully

Fortgeschrittener

  • »Jake_Sully« ist männlich

Beiträge: 265

Zwangssymptome: Angst vor Schmutz/Parasiten

Medikament / Dosis: Fluoxetin

Aktueller Therapie-Status: war schon mal in Therapie

Status: Betroffene/r

Wohnort: Pandora

Beruf: EU-Rentner

Hobbys: PC, Internet, Linux-Mint, Kinofilme

  • Nachricht senden

6

Freitag, 25. Oktober 2013, 05:33

@ girasol1991:
Schöne Männer sind uninteressant in der Männer-Welt. Männer ticken anders. Da gibt es dieses berühmte Beispiel der Jugendlichen beim Ballspiel, Einer wird dabei verletzt: Die Mädchen-Gruppe stoppt sofort das Spiel und bemitleidet die verletzte Spielerin. Aber der verletzte Spieler der Jungen-Gruppe will das Spiel nicht behindern/unterbrechen, deshalb spielt die Jungen-Gruppe weiter.

girasol1991

unregistriert

7

Freitag, 25. Oktober 2013, 12:36

@Jake-Sully, kann sein, dass es das gibt, ich weiß es um ehrlich zu sein nicht, kann mir aber auch durchaus vorstellen, dass es in der Realität häufig, aber nicht immer, so aussieht. Ich denke aber, dass daran die Gesellschaft und Erziehung schuld ist und Männer oft irgendwelche Gefühhle, Neigungen oder sonst etwas unterdrücken, weil es ein gewisses Männerbild gibt und erwartet wird, dass ein Mann ein richtiger Kerl ist, nicht heult blablabla...deshalb bin ich auch der festen Überzeugung, dass solche homosexuellen Zwangsgedanken meistens darauf beruhen, dass das Individuum, selbst wenn es 100% heterosexuell ist, panische Angst davor hat doch als "homosexuell" zu gelten, angesehen zu werden oder es gar zu sein, eben weil die Gesellschaft immer noch vermittelt, dass schwul sein nicht einfach so akzeptiert werden kann und 'schwul'/'Schwulette' etc. immer noch als Beleidigungen genutzt werden. ich meine nicht ohne Grund war Sodomie in der Vormoderne auch die Bezeichnung für Homosexualität, und das Sodomie nicht in Ordnung war oder zumindest tabuisiert, darüber müssen wir ja nicht diskutieren, denn es war einfach so (auch wenn glaube ich ziemlich viele schwul/lesbisch waren)...

@Konfusius: Ich denke, dass du nicht schwul bist, gibt auch genügend Gründe die dafür sprechen, aber aufgrund der Tatsache, dass manche gemunkelt haben ob du es vllt bist, ist dein eigenes Selbstbild, welches sich enorm an den gesellschaftlichen Vorstellungen und Erwartungen orientiert, ins Wanken gekommen und daraus hat sich dann der Zwang entwickelt und zieht seine Stärke. ich denke, dass es sich um Zwangsgedanken handelt - dennoch kannst du gleichzeitig auch eine Psychose haben. Das bedeutet jedoch nicht, dass es dir dein Leben lang scheiße (sry) gehen wird. Du musst lernen damit umzugehen, Frühwarnzeichen zu erkennen und daraus zu lernen, wie du akute Schübe verhindern kannst. Generell gelten Zwänge als heilbar, wobei das auch viel Training und Therapie erfordert.
Hast du in deiner ehemaligen Therapie die Ursachen 'erforscht'? Denn meistens hilft es dir nicht zu lernen wie man damit umgeht, wenn man nicht weiß woher das kommt. Aus deinem Beitrag entnehme ich, dass du eben nicht genau weißt, wo weg das kommt bzw. was die Ursachen sind.
ich würde dir raten, dich nochmal einer Diagnostizierung zu unterwerfen, damit du für dich selber klar hast, was genau du hast, ob Psychose und Zwangsgedanken, nur Psychose oder oder oder - so hast du erstmal für dich Klarheit und darauf aufbauend würde ich mich an deiner Stelle nochmal in Therapie begeben und Ursachen erforschen und vllt neue Methoden und Techniken erlernen. Du kannst auch zu jemand anderes gehen und schauen ob du mit dem/derjenigen besser klarkommst und offen mit deinen Ängsten und Gedanken umzugehen. Andernfalls wirst du daraus nur schwer selbst rauskommen!

Wie kommst du mit dem Seroquel zurecht? Andernfalls schau ob du da vllt nochmal Rücksprache hälst, was es für Alternativen gibt oder ncoh einen zweiten Psychiater zu Rate ziehst!

Des Weiteren: Es ist völlig normal, dass es Zeiten gibt, in denen die psychischen Störungen stärker und unerträglich sind, es wird aber auch wieder Phasen geben in denen es besser sein wird! Lerne auf dich und deinen Körper zu achten und hol dir frühzeitig Unterstützung, dann wirst du sehen, dass es für gewöhnlich immer besser werden wird!

Alles Gute!

Konfusius

unregistriert

8

Samstag, 26. Oktober 2013, 13:01

Danke für eure Antworten

Also mit nackten Männern habe Ich eigentlich keine Probleme, das sehe ich ganz neutral, weder finde ich nackte Männer erotische ,noch eklig, ein nackter Mann ist halt ein nackter Mann.Ich denke auch, das man als Hetero anerkennen kann wenn er ein Mann gut aussieht, das hat für mich auch nichts mit Homosexualität zutun.

Die Ursachen habe ich teilweise erforscht, sogut es halt ging in meinen Therapien, du hast aber mit vielem Recht girasol,wenn man von Aussen immer negativen Input bekommt und das über Jahre hinweg immerwieder,hinterlässt das selbst im stärksten Bewusstsein oder Unterbewusstsein seine Spuren, die ich wohl nie richtige loswerde.Wenn einem immer gesagt wird man seie dies oder das , obwohl man es nicht ist, dann kratzt das schon sehr am Selbstwertgefühl das ganze ging bei mir teilweise soweit das ich mich un meinen Körper ständig kontrollieren msuste ob ich etwas schwules sage oder schwul aussehe oder schwul gehe, das war schonmal alles ziemlich heftig bei mir und genau deswege hab ich ja auch Angst das das Alles wieder losgeht.Ich bin zurzeit noch in Therapie allerdings sehe ich meinen Therapeuten nur einmal die Woche und habe mittlerweile das Gefühl das es ihn auch nicht mehr interessiert,er sagt mir dann eben das ich mich Ablenken soll , das mag zwar helfen, aber wenn man unter Zwängen und Ängsten leidet erwartett man schon etwas mehr Hilfe.Es ist halt einfach so schlimm für mich das ich darüber auch mit niemandem richtig reden kann oder will und wenn ich es doch tue,weiss niemand wirklich Rat oder meint eben hab dich nicht so..mir ist ja auch bewusst das dieses ganze VErgleichen und Grübeln und Zweifeln mich noch mher kaputt macht aber wenn man einmal drin ist in der ZS dann ist das nichtmehr so einfach da rauszukommenn, die Gedanken wechseln bei mir eigentlich von Tag zu Tag, manchaml denke Ich mir auch das ich es einfach sein muss, weil ich ja sonst nicht den Gedanken häte und das ich ein schlechter Mensch bin weil ich meinen Freunden und meiner Familie meine sexuelle Orientierung verschweige..an anderen Tagen sehe ich es locker und denke mir , was solls es sind ja nur Gedanken, ich würde diese auch niemals in die Wirklichkeit umsetzen da Männer für mich in sexueller Hinsicht nie eine Option waren und ich den Gedanken immernoch absurd finde....ist eben mal so und mal so, man kommmt ja sowieso nie wirklich zur Ruhe....es schränkt mich auch sozial ein, da ich ich ungern unter Menschen oder besonders Männer gehe,klar habe ich nichts zu befürchten, aber es sind schon nervig wenn man unter Menschen ist und ständig die Gedanken durchkommen und mann sich selber testen muss, das geht bei mir schon völlig automatisch los, sobald ich einen Mann sehe...

Das Seroquel hilft mir ein bischen ,es macht den Kopf frei, andererseits macht es aber auch müde und benommen,das muss ich halt in Kauf nehmen...

Das Problem mit der Therapie ist auch das dir jeder etwas anderes sagt und mich das Alles nochmehr verwirrt...die einen meinen das Zwangsgedanken nur Hirngespinnste sinn, die keinerlei Bedeutung haben, die anderen sgen das Zwangsgedanken von inneren Konflikten kommen.In der Verhaltenstherapie ist es das Gleiche , ich kann meine Gedanken weiterziehen lassen, ich könnte sie aber auch ausführen oder dies oder das machen, ich hab vor lauter Infos garkeiene Ahnung mehr wie und was ich noch glauben soll.Letzendlich quält es mich sowieso jeden Tag aufs Neue ob nun mit oder ohne Therapie :(Ich habe auch das Gefühl das ich vieles unverarbeitete in mir habe, aber in dieser Jahreszeit einen Therapeuten zu finden wäre ja ein Wunder

Konfusius

unregistriert

9

Samstag, 26. Oktober 2013, 13:03

Mist ich habe den Editbutten nicht gefunden ich meinte das ich meinen Therapeuten nur einmal im Monat sehe

Heartsease

Schüler

  • »Heartsease« ist weiblich

Beiträge: 65

Zwangssymptome: Angst anderen zu schaden,Wasch- und Kontrollzwänge

Medikament / Dosis: 60 mg Fluoxetin

Aktueller Therapie-Status: Ambulante Therapie

Status: Betroffene/r

Wohnort: Hamburg

  • Nachricht senden

10

Samstag, 26. Oktober 2013, 16:18

Hallo Konfusius,

ich will eigentlich nicht zur Konfusion beitragen, aber ich finde diesen Artikel zum Thema (insbesondere Teil 2 und 3) ganz gut, vor allem weil die Autoren aus der Praxis kommen und sich ihre Erkenntnisse auf Erfahrungen aus der Therapie mit Betroffen gründen. Vielleicht kann er dir von Nutzen sein (vielleicht kennst du ihn aber auch schon):
http://www.ocdla.com/blog/sexual-orienta…-treatment-1010


Gruß,
Heartsease

Konfusius

unregistriert

11

Samstag, 26. Oktober 2013, 18:04

Den Link kannte Ich noch nicht, das hilft mir wenigstens ein bischen da ich absolut jeden HOCD Gedanken schonmal hatte...es ist schade, das diese Art von Zwängen in Deutschland keinerlei Bedeutung beigemessen wird, hier verbindet mit Zwangsstörung jeder Händewaschen oder Ordnen, aber wie man ja in diversen Foren liest, bin ich nicht der Einzige mit diesen Problemen, ich wünschte es gäbe deutsche Therapeuten mit mehr Verständnis für diese Art von Zwangsstörung...wenn das in Amerika und England als normales OCD Bild gilt, verstehe ich nicht warum das hier in Deutschland kaum jemand kennt, ich glaube nicht das sich amerikanisceh Therapeuten sowas ausdenken nur weil die Amis noch prüder als wir mit dem Thema Homosexualität umgehen .

girasol1991

unregistriert

12

Sonntag, 27. Oktober 2013, 13:24

Mmh Konfusius, such dir doch vllt einen neuen Therapeuten? Das könnte dir helfen und vielleicht sagst du dort einfach auch, dass du enorm verwirrt bist darüber was alles geraten wird etc, ich denke, mit Ehrlichkeit und Offenheit fährst du am besten und mach dir nicht so viele Gedanken darüber, was die anderen denken, das bringt dir nichts (in jederlei Hinsicht) - auch wenn es viel Übung braucht. Konzentriere dich auf dich und deine Bedürfnisse und stelle sie auch in der Therapie immer wieder in den Fokus, reflektiere dich selbst und deine Zufriedenheit mit dem Therapeuten etc. Ich denke nur so, kannst du dir selbst wirklich helfen und erfolgreich gegen deine Erkrankung(en) angehen!!!!
Alles Gute!

Heartsease

Schüler

  • »Heartsease« ist weiblich

Beiträge: 65

Zwangssymptome: Angst anderen zu schaden,Wasch- und Kontrollzwänge

Medikament / Dosis: 60 mg Fluoxetin

Aktueller Therapie-Status: Ambulante Therapie

Status: Betroffene/r

Wohnort: Hamburg

  • Nachricht senden

13

Sonntag, 27. Oktober 2013, 19:23

Hallo Konfusius,

ich glaube schon, dass das Thema auch bei deutschen Therapeuten bekannt ist, aber nur bei denen, die sich mit Zwangsstörungen wirklich auskennen und davon scheint es leider nicht so viele zu geben. In der ersten Phase meiner Zwangsstörung hatte ich auch keine (wenige) sichtbare Zwangshandlungen. Ich bin mit 3 Therapeutinnen in Kontakt gekommen (inklusive 2 1/2 jähriger Therapie bei der einen) und keine hat die Zwangsstörung erkannt. Beim zweiten Therapieversuch habe ich mir dann Adressen von der deutschen Gesellschaft Zwangerkrankungen e. V. ( Zwaenge.de) geholt, das war sehr viel besser.
vielleicht solltest du auch noch mal einen neuen Versuch starten.

Gruß,
Heartsease

girasol1991

unregistriert

14

Dienstag, 29. Oktober 2013, 15:06

Leider ist es generell total schwierig, Therapeuten zu finden, die sich auf Zwänge spezialisiert haben. Viele schrecken davor wohl immer noch zurück...

Femme1705

Anfänger

  • »Femme1705« ist weiblich

Beiträge: 35

Zwangssymptome: Zwangsgedanken, grübeln, Kontrolle

Medikament / Dosis: Clomipramin 75 mg retardiert

Status: Betroffene/r

  • Nachricht senden

15

Mittwoch, 30. Oktober 2013, 21:28

Hi konfusius,

Hab deinen Post gelesen und bin auch der Meinung, dass es sich um Zwangsgedanken handelt.

Ich kann deine Beschreibung so gut nachvollziehen, inhaltlich habe ich ein ganz anderes Thema, aber der "Charakter"der Gedanken ist der gleiche... Also die psychodynamik. Das ständige Grübeln und Zweifeln verbunden mit Ängsten - ich kenne es auch viel zu gut.

Vielleicht ein paar Tipps die mein Doc mir gibt:

Je mehr du den Gedanken verdammen willst, desto mehr belästigt er dich (langfristig). Du musst den Gedanken zulassen und zu Ende denken möglichst realistisch... bis die Angst weniger wird. Gedanken wegdiktieren geht nicht oder nur kurzfristig.

Das Leid wegen der Gedanken kommt alleine durch deine Bewertung. Du denkst, dass es irgendwie negativ ist schwul zu sein. Deswegen stört es dich wenn andere so etwas mutmaßen... Wenn du wirklich schwul wärest, dann würdest du nicht daran zweifeln.

Vielleicht stört es dich mehr, dass andere hinter deinem Rücken reden. Dass ist nicht ok, und ein offenes und klarstellendes Gespräch könnte da vllt helfen?

Oder Versuch mal den Gedanken weiterzuspinnen, du bist schwul... Auch schwule können nett, klug und beliebt sein.
Ob jemand gemocht wird oder nicht liegt nicht daran ob er schwul ist. Im Gegenzug gibt es auch andere Gesichtspunkte die Menschen dazu bringen übereinander zu reden. Vielleicht hast du vor etwas ganz anderem Angst?

Ich wünsche dir alles gute und viel erfolg für deine weitere Therapie :-)

Lg

Konfusius

unregistriert

16

Donnerstag, 31. Oktober 2013, 16:58

Hallo nochmal,

Danke für die zahlreichen Kommentare, tolles Forum.Naja villeicht hab ich das ein bischen missverständlich ausgedrückt, die Sache mit dem hinter dem Rücken reden usw ist nicht aktuell, das sind Ereignisse die Jahre zurückliegen, die aber vermutlich dazu beigetragen haben, das ich die heutige Störung habe.Aktuell befinde ich mich in keinem Umfeld indem ich mich unwohl fühle bzw indem schlecht über mich geredet wird oder gemutmasst wird das ich es wäre, ich umgebe mich aktuell nur mit Menschen die mir guttun,seitdem ich eine Freundin habe habe ich auch nichtsmehr dergleichen gehört,, ich muss nru mancham ldas ganze für mich aufarbeite um Sicherzugehen das es sich um ZG handelt....das ist ja das Komische...eigentlich sind alle meine alten Probleme gelöst, ich hab ein gutes Umfeld, nur positive Menschen und keine negativen, keine Gerüchte, dazu eine Freundin und Sex mit einer Frau...also habe ich im Prinzip alles getan damit es mir gutgeht und der Zwang weggeht, aber genau aus diesem Grund wundert es mich auch wenn der Zwangsgedanken immernoch auftaucht, da der Gedanke ja aktuell eigentlich garkeien Berechtigung hat dazusein und das ist es was mich wahnsinnig macht, das es eigentlich garkeinen erkennbaren Grund gibt zurzeit das die Zwangsgedanken stärker werden und sie eben dennoch stärker werden.Ich denke mir immer naja ich hab doch garkeinen Grund dürber nachzudenken und troztdem geht der Gedanken ncith weg und genau das ist es was mir Angst macht, das der Gedanke immerwiedr auftaucht, egal wie gut es mir geht und Ich frage mcih einfach warum das so ist...traucht der Gedanke immerwieder auf, weil er mir sagen will das ich doch schwul bin oder taucht er aus Prinzip immerwieder auf weil die Zwangsstörung nie wirklich aufhört und nichts mit äußeren Faktoren zutun hat...ich habe einfach das Gefühl das es mir besser gehen müsste,als es mir wirklich geht und da schaut man eben in die Vergangenheit um Herauszufinden was noch unverarbeitet ist...ich suche einfach nach einer Erklärung für das Ganze und Ich finde keine Richtige :(

Konfusius

unregistriert

17

Donnerstag, 31. Oktober 2013, 17:30

Wie weit können denn Zwangsgedanken gehen ?Früher hatte ich einfach nur den Gedanken "schwul" und konnte mich selbst ganz gut beruigen weil ich mir immer sagte ok, es ist ja nur ein Gedanken nur weil du den Gedanken hast, muss es ja nicht so sein, aber aktuell wird das teilweise so krass das ich echt keine Ahnung mehr habe wer ich bin...ich fühle mich manchmal gegen meinen Willen zu MÄnnern hingezogen, ich kuck die nichtmal an oder berwerte diese, es sind auch keine hübschen Männer oder ein bestimmert Typ, ich denke mir da auch ncihts wie der sieht gut aus oder so, es ist so als ob ich den Impuls bekomme gegen meinen Willen irgendetwas zu tun was ich nicht will zb einen Mann unsittlich zu berühren im Intimbereich oder am Hintern oder ihn zu Küssen, das ganze passiert aber absolut gegen meinen Willen, manchmal drängen sich mir auch richtig kranke homosexuelle Gedanken auf, wie ich einen Mann küsse und ihn im Imtimbereich berühre oder so...können denn Zwangsgedanken wirklich soweit gehen das man den Impuls verspürt diese in die Tat umzusetzen auch wenn man das garnicht tun will ? Bin ich dann immernoch Heterosexuell auch wenn ich solche Gedanken habe ?

Femme1705

Anfänger

  • »Femme1705« ist weiblich

Beiträge: 35

Zwangssymptome: Zwangsgedanken, grübeln, Kontrolle

Medikament / Dosis: Clomipramin 75 mg retardiert

Status: Betroffene/r

  • Nachricht senden

18

Donnerstag, 31. Oktober 2013, 19:39

Das ist schon das Prinzip sich etwas wegzuwünschen, was aber dann umso stärker wird.

Es ist auch nicht selten, dass jedem mal eklige, perverse oder was weiß ich für Gedanken in den Kopf kommen. Bei den meisten bewirkt das nix und der Gedanke verschwindet. Aber das Bewerten der Gedanken ist das Problem - du bewertest den Gedanken übermäßig und bist bestimmt auch sehr aufmerksam und in Hab Acht Stellung, wann der Gedanke wieder kommt...

Dein Bewerten der Gedanken ist sicherlich das größte Problem.

Vielleicht hast du auch einen übertriebenen Anspruch an Dich und an Dein Befinden, das ist auch teilweise perfektionistisch und verstärkt das Problem noch mehr...

Ich kann mich sehr gut reindenken, da es mir sehr ähnlich geht. Ursachen des Problems liegen in der Vergangenheit und die damaligen Missstände sind nicht mehr da. Zurzeit müsste es mir auch viel besser gehen, stattdessen plagen mich die blöden Zwangsgedanken und ängste... Ich kenne das!

Mal ganz locker gesagt, lass die Gedanken doch einfach! Du wirst bestimmt nie etwas tun, was du nicht tun willst, und alles andere liegt bei deiner freiwilligen Entscheidung. Versuch mal es locker zu nehmen und vielleicht sogar mit Humor zu sehen ;-)

Ich weiß allerdings auch wie quälend Gedanken sein können:-(

Lg

girasol1991

unregistriert

19

Freitag, 1. November 2013, 14:20

Wie weit können denn Zwangsgedanken gehen ?Früher hatte ich einfach nur den Gedanken "schwul" und konnte mich selbst ganz gut beruigen weil ich mir immer sagte ok, es ist ja nur ein Gedanken nur weil du den Gedanken hast, muss es ja nicht so sein, aber aktuell wird das teilweise so krass das ich echt keine Ahnung mehr habe wer ich bin...ich fühle mich manchmal gegen meinen Willen zu MÄnnern hingezogen, ich kuck die nichtmal an oder berwerte diese, es sind auch keine hübschen Männer oder ein bestimmert Typ, ich denke mir da auch ncihts wie der sieht gut aus oder so, es ist so als ob ich den Impuls bekomme gegen meinen Willen irgendetwas zu tun was ich nicht will zb einen Mann unsittlich zu berühren im Intimbereich oder am Hintern oder ihn zu Küssen, das ganze passiert aber absolut gegen meinen Willen, manchmal drängen sich mir auch richtig kranke homosexuelle Gedanken auf, wie ich einen Mann küsse und ihn im Imtimbereich berühre oder so...können denn Zwangsgedanken wirklich soweit gehen das man den Impuls verspürt diese in die Tat umzusetzen auch wenn man das garnicht tun will ? Bin ich dann immernoch Heterosexuell auch wenn ich solche Gedanken habe ?


Ich fürchte, dass jeder Zwang unendliche DImensionen annehmen kann, egal ob man selbst aktuell einen Grund darin sieht oder nicht...Zwänge verselbstständigen sich mit der Zeit, sodass es immer schwieriger wird, sie zu bändigen. Ebenso ist es normal, dass es Anfangs nur ein 'kleiner' Gedanke oder eine kleinere Handlung ist, die dann eben im Laufe der Zeit immer stärker wird. Bei mir fing damals alles damit an Türklinken nicht anfassen zu wollen und das hat sich dann immer weiter vertieft und verbreitet bis ich nach fünf Jahren zwangskrank bis zu zehnmal am Tag duschen war, weil ich nichts mehr berühren konnte ohne durchzudrehen innerlich.
Und ja du bist immer noch heterosexuell, auch wenn deine Gedanken dir versuchen etwas anderes weismachen zu wollen. Zwänge verleiten uns Menschen dazu Dinge zu tun oder zu empfinden, die wir gar nicht wirklich so wollen. Zum Beispiel, kann dich der Zwang so sehr terrorisieren, dass du dich nachher sexuell erregt fühlst, wenn du Männer siehst, denn du fixierst dich so sehr darauf und gibst dem Zwang dadurch so viel Macht, dass der einen selbst komplett manipulieren kann. Ich habe aufgrund meiner Ängste für mich dreckige Sachen anzufassen, teilweise solche Paranoia erlebt, dass ich dachte ich sei nachts in einen 250km entfernten Ort geschlafwandelt und dort dreckige Dinge angefasst, ich war komplett davon überzeugt und habe in verschiedenen Sachen Bestätitung gefunden, obwohl das (aus jetztiger Perspektive) natürlich totaler Bullshit war, und dennoch konnten logische Argumente mich nicht daran hindern, wirklich zu denken und zu fühlen, ich hätte das getan.
Generell bei Zwangsgedanken - egal welcher Art - führt diese meines Erachtens und auch meines Wissens nach nie dazu, dass man wirklich etwas tut. Sprich, 'nur' weil du denkst, du könntest schwul sein bzw. dein Zwang dir das weismachen willst, wirst du nicht mit einem Mann was anfangen. Bestes Beispiel um das zu verdeutlichen, sind eigentlich immer die Menschen, die Zwangsgedanken haben, dass sie ihr Kind umbringen oder so, die würden das nicht wirklcih tun, aber die Angst davor ist so groß, dass der Zwang sie denken lässt, sie würden es tun oder haben es vllt schon getan.
Das Prinzip von Zwängen ist immer dasselbe, auch wenn es inhaltlich von Ängsten etc. her komplett unterschiedlich sein mag...

Hol dir wirklich nochmal Hilfe, das macht am meisten Sinn! :-)
Alles Gute!

Konfusius

unregistriert

20

Samstag, 2. November 2013, 17:23

Eine Therapie wäre sicherlich gut, scheint mir aber Zurzeit unmöglich.Es ist bald Winter und da rennt doch jeder zum Therapeuten und die Wartezeiten liegen ja zwischen 3 und 6 Monaten oder nochmehr...ich weiss echt nicht womit ich das verdient habe, manchmal denke Ich das das eine Strafe für irgendetwas ist....Es ist doch einfach beschissen das Menschen die sowieso schon kaum Selbstbewusststein haben und viel Grübeln und Zweifeln dann noch extra mit solchen Zwangsgedanken gestraft werden...Das ist echt kein Leben mehr...jemand der Angst vor Dunkelheit hat, bleibt im Hellen, jemand der Angst vor Fahrstühlen hat, nimmt die Treppe , aber was soll Ich machen mit meiner Angst vor Homosexualität ? Die Welt und die Stadt ist voller Männer sodass mich quasi alles Mögliche triggert und ich dem Zwang sowieso nie entgehen kann, manchmal hab ich einfach keine Lust mehr so zu Leben, dann plane ich mich einfach zu Outen bei Facebook oder vor meinen Eltern und mit meiner Freundin Schluss zu machen , damit der Zwang entlich das bekommt was er will, das nimmt einem einfach die ganze Kraft...

Zur Zeit sind neben Ihnen 2 Benutzer in diesem Thema unterwegs:

2 Besucher