Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Zwangserkrankungen.de. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

Samstag, 23. November 2013, 11:43

Trennung aufgrund der Zwänge und Therapie

Hallo ich hoffe evtl. hat jm etwas ähnliches erlebt oder kann mir weiterhelfen. Mein Partner hat sich vor knapp zwei Wochen von mir getrennt. Es ist so, dass er an Zwängen leidet. Hautpsächlich Kontroll oder Sauberkeit. Er hatte mir dies damals erst nach einem Monat unserer Beziehung erzählt, weil er nicht mehr drum rum kam. Man muss dazu sagen dass wir knapp 170 km voneinernander entfernt wohnten uns demnach am Wochenende und in der Regel einmal unter der Woche sahen. Als es nun so war dass er es mir sagte, weil es darum ging dass ich ihn zuhause besuche und dies demnach ja eigentlich aufgrund der Wohnung (Angst vor Schmutz) nicht ging ich aber nicht nachlies brach es aus ihm raus. Ich war in diesem Moment schokiert wusste nicht was dass ist wie ich damit umgehen soll.Meine Voraussetzung war, er geht in Therapie und sagt es seiner Schwester die neben mir ebenso die wichtigste Person für ihn war / ist. Innerhalb von einer Woche hatte er die Zusage der Therapie und erzählt dies ebenso seiner Schwester. Bis auf uns beiden wissen es keine anderen Personen. Es fiel ein Klotz von ihm weil ich / wir es wussten. Nun konnte damit umgegangen werden. Er ging einmal pro Woche zur Therapie mit dem Sehen wurde sich abgwechselt er mehr bei mir als ich bei ihm. Man muss dazu noch sagen, bei mir hatte er diese Zwänge nicht. Da war es egal ob schuhe an waren oder irgendwas auf dem Boden stand oder sonstiges. Lediglich in seiner Wohnung war dies. An den Tagen wo ich bei ihm war , war ich sehr vorsichtig, hab versucht alles zu beachten und darauf einzugehen damit es irgendwann ggf. auch entspannter geht. Die Therapie geht nun ca 4 -5 Monate wo er deutliche Fortschritte gemacht hat. Er benötigt zum putzen anstatt 6 std nur noch 2 std. er hat bilder in der wohnung abgehängt und dinge verräumt die einfach auch nicht den Anlass dazu geben man muss mehr sauber machen. Leider kam es natürlich ab und an auch zu stresssituationen, wie wenn ich an einem Sonntag mittags unbedingt etwas machen wollte, er jedoch geschafft war weil er u.a auch noch sehr viel läuft (Wettkämpfe) ,und ihn die Therapie anstrengt. Dies führte zu Streit zwischen uns beiden, was an der Stelle lediglich auf das ausgelegt war weil wir einfach auch lediglich vier Tage zum sehen hatten in der Woche. Nun ist es so, dass er mir vor knapp 2 wochen gesagt hat er möchte diesen Weg alleine gehen, er kann dass nicht Therapie u Partnerschaft. Mir hat es natürlich den Boden unter den Füssen weggezogen. Zum einen, hatte er die Therapie begonnen weil ihm die Beziehung wichtig war( er hatte zuvor noch keiner Freundin etwas gesagt sich immer direkt wenn es zu viel wurd getrennt) und wir haben so viel positive Dinge dadurch auch erlebt, denn immer wenn er auch die Therapie hatte hat er mir danach auch etwas sagen können.. positiv oder negativ.. hat mich in alles mit eingebunden. Und nun dass, zum einen kann ich natürlich meine Gefühle nicht abstellen zum anderen, weiss ich , dass er mich braucht denn er hat sonst niemanden dem er auch so seine Dinge erzählen kann. Er lehnt kontakt meinerseits ab, meldet sich jedoch die letzten Tagen wegen belanglosen Dingen wie , ob ich es nun akzeptiere und dass ich bitte nichr erwarten soll dass wir uns nochmals treffen. Ich bin ratlos u natürlich zutiefst traurig und verletzt. Ich will ihn nicht verlieren u weiss nicht was ich nun machen soll. Sorry für die lange Geschichte, aber um es verstehen zu können musste ich demnach etwas ausschweifen,

Schussel

Anfänger

  • »Schussel« ist männlich

Beiträge: 54

Zwangssymptome: Magisches Denken, grübel Zwang, Waschzwang

Medikament / Dosis: Sertralin 200mg

Aktueller Therapie-Status: Ambulante Therapie

Status: Betroffene/r

Hobbys: Basketball, Fitness, Musik

  • Nachricht senden

2

Montag, 2. Dezember 2013, 07:59

Hi Jays,

es tut mir leid, dass sich bisher niemand gemeldet hat.

Ich bin selbst Betroffener und war noch nicht in einer Situation, wie du sie beschreibst. Ich kann dir nur raten, was ich jedem raten kann der verlassen wird, egal ob Zwangserkrankungen dabei eine Rolle spielen.
Ich denke, du solltest versuchen es zu akzeptieren und wenn du das Gefühl hast, die Trennung erfolgte ausschließlich aufgrund der Zwänge würde ich vorschlagen, ihn darauf anzusprechen.

Ansonsten ist er trotz seiner Krankheit ein Erwachsener Mensch, der für sich selbst sorgen kann/muss.
Ich denke man kann nur versuchen zu lernen damit klar zu kommen. Das ist bei Zwänglern und Nicht-Zwänglern das gleiche.

Machs gut

Schussel

3

Mittwoch, 4. Dezember 2013, 00:00

Ich bin selbst Betroffener und mir geht dieser Satz im kopf herum:
Er schafft Therapie und Partnerschaft nicht, schreibst Du...
Wieso muss er Partnerschaft schaffen?
Vielleicht setzt Du ihn zu sehr unter Druck?
Lies hier mal rum, was andere so aushalten und mitmachen.
Gruss
Nick

girasol1991

unregistriert

4

Mittwoch, 4. Dezember 2013, 14:54

mmh lediglich vier tage zum sehen? puh das schon relativ viel :D also mein partner wohnt weniger weit weg, aber teilweise sehen wir uns zwei wochen lang nicht, wenn er am we viel vorhat und ich ebenfalls.

generell muss ich Nick ein Stück weit zustimmen.
Wenn dein Partner sagt, dass ihm Therapie und Partnerschaft zu viel ist, dann musst du das akzeptieren. Verstehen wird schwer, aber eine Therapie bedeutet unvorstellbar viel Arbeit. Das kostet ungeheure Kräfte. Ich finde es um ehrlich zu sein sogar sehr richtig von ihm, wenn er die Therapie vorzieht. Das heißt nämlich, dass er lernt, dass er der wichtigste Mensch in seinem Leben ist. Das mag hart sein für dich und für dich tut mir das auch wahnsinnig Leid, wirklich, aber als gesunder Mensch kann man sich einfach nur selten und wenn nur nach Ewigkeiten vorstellen, was Therapie bedeutet.

Wie geht es dir denn jetzt?