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Castrumnovum

unregistriert

1

Sonntag, 24. August 2014, 07:53

Mein Kummerkasten

Hallo,

ich muß hier mal meinen eigenen Kummerkasten aufmachen, Kommentare, Anregungen, Ideen gerne willkommen.

Wie kann es eigentlich sein, daß man als Angehöriger/Partner eines psychisch kranken Menschen am Ende überall falsch gesehen wird und der eigentliche Kranke als gesund gilt? Ich bin beeindruckt, wie es ihr gelingt, alle Leute zu "verarschen", ihren Psychiater eingeschlossen!

Seit Jahren versuche ich die Gratwanderung, diese Familie zusammen zu halten, d.h. jetzt wieder mit Partnerin und den Kindern zusammen zu leben. "In der neuen Wohnung wird alles anders" lauteten vollmundig die Versprechungen. Und jetzt haben wir wieder den Salat! Die Zwänge sind zurück.

Ich also doch noch einmal zum Jugendamt, weil ich wissen wollte, welche Zwänge, die eigentlich primär gegen mich gerichtet sind, für die Kinder noch OK sind, bzw. ab wann es der Entwicklung der Kinder (alle noch nicht in der Schule) schadet, wenn sie Sachen beobachten, die "nicht gesund" sind.

Bei einer besonders heftigen Zwangseskalation hatte ich dies auch ihrem Psychiater mitgeteilt.

Clever wie sie ist, hat sie jetzt beim Psychiater zurück geschlagen und beim Jugendamt auch, d.h. jetzt sieht es so aus, als wäre ich "agierfreudig" (ihr Psychiater) und das Jugendamt denkt nun, ich würde die Kinder manipulieren und den Kindern in den Mund legen, die Mama sei krank. Daß der Mittlere aber selbst sagt "die Mama darf alles, der Papa darf gar nichts", weil er genug beobachtet, das stammt angeblich auch von mir.

Ihr Psychiater kriegt NICHT mit, wie schlimm es hier zu Hause ist. Das Jugendamt kriegt NICHT mit, wie schlimm es hier zu Hause ist. Aber alle meinen sie, zu wissen, daß ich der Blöde bin. Daß die Kinder völlig falsche Rollen lernen, wenn einer wie entmündigt lebt, dominiert vom "Erkrankten", kapiert keiner.

Am schlimmsten ist, daß der Zwangserkrankte, der nebenbei chronisch lügt in banalsten Situationen (wie ein Lügen-Zwang) und ein Messie ist, seine Krankheit nicht begreift und daher auch nicht glaubt, daß man bei einem Psychiater ehrlich sein muß (wie auch bei Lügen-Zwang?). Und versucht man es dem Psychiater klar zu machen, weil man jahrelange beobachtet hat, dann wir einem nicht geglaubt, aber den Lügen statt dessen.

Zeit zum Haare ausraufen...

Sommerwiese

Schüler

Beiträge: 146

Zwangssymptome: waschen,desinfizieren,dokumentieren,

Medikament / Dosis: Fluexetin, seit 1 Jahr endlich abgesetzt

Aktueller Therapie-Status: war schon mal in Therapie

Status: Betroffene/r

Wohnort: Deutschland

Beruf: zur Zeit erwerbsunfähig

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2

Sonntag, 24. August 2014, 10:37

Hallo Castrumnovum,

Deine,Verzweiflung kann ich sehr gut verstehen. Ich habe es auch schon mehrfach erlebt (in anderen Zusammenhängen, auch bei Mobbing), wie unsachlich und verzerrt Dinge dargestellt wurden. Menschen sind leider oft leicht manipulierbar und auch Vertreter helfender Berufe können Schaden anrichten, wenn sie nicht reflektiert und unvoreingenommen genug sind. Der Ausdruck “agierfreudig“ ist schon mal völlig unwissenschaflich und wertend. Ebenso könnte man dein Verhalten engagiert, besorgt, fürsorglich nennen, da dir das Wohl der Kinder wichtig ist.

Ich kann dir nur raten, dich nicht von der Ver-rückt-heit anderer anstecken zu lassen und dich an die Fakten zu halten. Sammle Beweise durch Fotos und Gesprächsnotizen, zuwächst einmal für dich selber, falls du an deinen Erinnerungen und Wahrnehmungen zweifeln solltest. Denn die Gefahr,
droht, wenn lange genug auf jenanden eingewirkt wird und man schließlich wegen Zermürbung versucht ist,alles zu verharmlosen und den anderen zu glauben,dass man selbst nicht ok ist.

Die Frage ist auch,was dein Ziel ist:
Hilfe durch das Jugendamt? Trennung? Sorgerecht?

Ich wünsche dir viel Kraft!

Sommerwiese

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