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Montag, 25. Januar 2016, 17:43

Ich kann nicht mehr- die Gedanken hören nicht auf

Hallo Ihr lieben,

Ich leide seit gut 1 Jahr jetzt an Zwangsgedanken. War 1. Mal in einer Klinik, war aber eine allg. Klinik.

Vieles habe ich wegbekommen. Waschzwang, kann Essen mit den Fingern, Türklinken anfassen usw.

Doch seit 1. Woche habe ich einen totalen Rückfall.
Hatte bis vor 1 Monat noch Tabletten genommen.

Mache mir Vorwürfe, bin in Gedanken die ganze Zeit, erlaube mir nicht fröhlich zu sein. Bin gestern in eine riesen Pfütze 2m×1,5m gelaufen, 20 cm tief. Schuhe nass. Erst war noch alles in Ordnung. Dann kreisten zu hause die Gedanken. Vorher ein paar Straßen weiter im Schnee habe ich blaue und rote Flecken gesehen. Da ich jetzt nicht weiss, was alles in der Pfütze war mache ich mir vorwürfe. Vor Krankheiten habe ich keine Angst mehr, aber vor Gift.
Habe die Jeans und Strümpfe gewaschen, danach eine andere Maschine Wäsche gemacht, was ist, wenn das nun noch in der Trommel war... Hätte lieber sofort nach Hause gehen sollen, warum ist es mir nicht aufgefallen, warum passierte es mir.
Bin nur noch, hätte ich lieber, wäre ich lieber zu Hause geblieben...

bb

Anfänger

  • »bb« ist männlich

Beiträge: 18

Zwangssymptome: Wiederholungszwänge, Kontrollzwänge, Zwangsgedanken (magisches Denken), leichter Ordnungszwang und Waschzwang, Vermeidungsverhalten

Medikament / Dosis: Keine

Aktueller Therapie-Status: Ambulante Therapie

Status: Betroffene/r

Wohnort: bei Rostock :)

Beruf: z.Zt. erwerbsunfähig

Hobbys: Internet, Natur, Musik, Filme und Serien, Games, ...

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Dienstag, 26. Januar 2016, 05:48

Hallo Zwängli,

hast du die Tabletten mit dem Arzt zusammen ordnungsgemäß ausgeschlichen?

Bezüglich deines Gedankenkreises und Grübelns versuche mal Abstand davon zu gewinnen und eine gewisse Distanz aufzubauen. Ich weiß, das sagt sich so leicht, aber diese Gedanken bringen dich kein Stück weiter, sie wollen dir nur Angst machen.

Wenn dir das nicht gelingt, versuche dich mal mit etwas anderem abzulenken, etwas das dir Spaß macht. Kochen, Lesen, Sport, Spaziergang?

Wenn du es dir zutraust, könntest du auch mal deine Befürchtungen überprüfen und direkt nochmal in so eine große Pfütze laufen :) Dir wird es wahrscheinlich schon bei der Vorstellung kalt über den Rücken laufen aber damit könntest du die Angst direkt im Keim ersticken. Denn mit der Zeit wirst du merken, dass nichts passiert und dein Gehirn merkt sich das, es wird weniger Angst ausgelöst.

Die nächste Wäsche solltest du ganz normal (wohlwissend, es könnte sich etwas in der Trommel befinden) machen. Das wird am Anfang anstrengend sein, und du wirst auch Angst haben, aber nach einer Zeit geht die vorrüber. Und die Gedanken, die dann kommen, lass mal da sein. Die interessieren dich irgendwann gar nicht mehr, nerven vielleicht noch ab und zu mal.

Ich hoffe, ich konnte dir damit etwas weiterhelfen.

Liebe Grüße
bb
Der Weg aus der Angst führt durch die Angst.

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Dienstag, 26. Januar 2016, 21:11

Hallo bb,

das Ausschleichen ist mit mein Arzt besprochen.

Das neuste ist, das ich vor allem Angst habe und ich versuche schon im Vorfeld zu schützen, vor allem was kommen könnte.
Lenke mich schon ab. Vor dem Einschlafen ist es manchmal am schlimmsten. Fange gerade an zu lesen. Gehe zum Sport, Spazieren ist so eine Sache, könnte mich jemand anrempeln.
Sorry, aber noch mal in eine 20 cm Tiefe Pfütze möchte ich nicht springen. Es war sau kalt, das Eiswasser. :) Meine schönen Schuhe.
Komisch ist nur bis vor 1 1/2 Jahren hatte ich keine Angst.
Meine Gedanken wechseln von ein zum anderem.


Danke für deine Antwort bb.