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Nasdaq

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Zwangssymptome: früher Wiederholungs - , Kontrol l- , Ordnungszwänge

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1

Freitag, 29. Januar 2016, 12:31

Neues aus der Behandlung schwerster, therapieresistenter Zwänge - Intreview vom 26. 01. 2016 mit Professor Sturm zur Tiefen Hirnstimulation

Hallo liebe Zwängler.

Es gibt einen neuen Beitrag über die Tiefe Hinrstimulation ( THS ) bei Zwängen.

http://www.tiefehirnstimulation.info/neu…nebenwirkungen/

Sie kann immer dann angewandt werden, wenn alle anderen Therapiemethoden und Medikamente versagt haben.

Die
OP - Technik verbessert sich von Jahr zu Jahr - dabei ist die " THS /
Stereotaxie die schonendste und präziseste Methode für Operationen am
Gehirn - zu 100 %. " ( Professor Volker Sturm - Universitätsklinikum
Würzburg ) oder " die DBS ( THS ) ist eine der risikoärmsten
Operationen am Gehirn " ( Professor Falowski , Neurochirurg,
Klinikdirektor St. Lukes Hospital, Pennsylvania, USA ).

Wr sich erst Mal langsam einlesen will findet die Hauptseite unter:

http://www.tiefehirnstimulation.info/

Grundsätzlich
handelt es sich bei der THS um das Einführen einer 1,5 mm großen
Sonde in den Gehirnbereich - also nicht etwa das was man sich als
Szenario ausmalt.

Mein Tipp:

Wer ( fast ) alles andere
versucht hat, und dennoch unendlich leidet, sollte sich bei den
Fachleuten der 5 vorhanden Kliniken einmal vor Ort beraten lassen und
sich sein eigenes Bild machen.

In meinem persönlichen Fall jedenfalls hat die THS sehr viel bewirkt.

Über die Seite könnt ihr mich auch kontaktieren.


Liebe Grüße

Nasdaq

Sisyphus

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2

Freitag, 8. Juli 2016, 10:38

Hallo Nasdaq,

"Die OP-Technik [der THS] verbessert sich von Jahr zu Jahr", das klingt zu schön, um wahr zu sein. Angeregt u. a. auch durch Deine Ausführungen zur THS war ich gestern im Uniklinikum Köln, um mich über eine Möglichkeit für eine THS beraten zu lassen (von mir aus wäre ich sofort dazu bereit gewesen, aber zunächst einmal muß ich ein ganzes Jahr ambulante KVT machen, erst dann könne ich mich nochmal melden...). Bei mir war es ähnlich wie bei Dir, daß ich die THS als meine letzte Chance betrachtete, und so waren die beiden Experten vom Uniklinikum bemüht, mir eine aus ihrer Sicht "realistischere" Darstellung über die Wirkung der THS zu geben. Dabei fielen zwei Zahlen, nämlich zum einen würden nur 50 % der therapiefraktären Zwangspatienten auf eine THS ansprechen, zum anderen liege die durchschnittliche Verbesserung der Responder durch die THS bei nur ... 35 % und damit weit unter den durch die KVT erzielten Verbesserungen (ich kann mir zwar in meinem Fall nicht vorstellen, daß das Reden mir hilft, lasse mich aber gern eines Besseren belehren). Insofern fühle ich mich bei der THS an die Anfangseuphorie der ersten Medikamente gegen die Zwangsstörung erinnert. Auch damals sprach man von einem Durchbruch, daß die Medikamente durch die weitere Forschung und den medizinischen Fortschritt immer besser würden, daß der Zwang bald ganz geheilt werden könnte usw. Tatsächlich konnten durch Medikamente gegen den Zwang in den ganzen Jahrzehnten nur, wenn überhaupt, marginale Fortschritte erzielt werden, und die offensichtlichsten Fortschritte liegen nicht in einer Sympomverbesserung (also dem eigentlichen Grund, warum es solch ein Medikament gibt), sondern in einer Reduzierung der Nebenwirkungen...

Nasdaq

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3

Dienstag, 8. November 2016, 01:45

Hallo Sisiyphus !

Ja, die Anzahl der Responder liegt konservativ geschätzt bei 50 % - allerdings gebe ich mal zu bedenken, das das dann auch die " Reste " sind, die austherapiert sind und die die KVT eben NICHT erreicht hat.

Generell ist es sein falsches Verständnis der Methode, das man entweder die KVT macht , oder es sich - überspitzt gesagt " leicht macht " und als Ersatz die THS wählt.

Es ist also nicht so, das die KVT besser wäre, sie wird dann angewandt wenn ihre Resultate gleihc Null waren und medikamentöse Versuche ebenfalls.

Die durchschnitliche Vrebesserung kann ich so nicht verifizieren

Un d das sie Op - Technik sich jedes Jahr verbesssert ist beieibe kein Wunschdenken -in Merheim wird mit hIlfe eines Opertaionsroboters gerabeitet, die bessser Bildgebung wird dir jeder neurochrurg bestätigen, und die Geräte selbst wiesen zunehmend mehr einstellungsmöglichkeiten auf.

Das würd hier zu weit führen.

Aber wenn es Dich iterssiert, dann lass dir dort malerklären was ein Medtronic KInetra vor 10 Jahren konnte und was ein Activa SC heute leistet, ganz zu schweigen vond e Boston Scientific Vercise Modell.


Freundliche gRüße

Nasdaq

Aus dem Kontext ergibt sich aber, das Du da möglicherweise etwas verwechselst:

Ein Responder ist man dann - und zwar sowohl bei KVT als auch bei der THS , wenn man 35 % Verbesserung erreicht - ansonsten gelten beide Therapien als nicht erfolgreich.

Dashat absolut nichts mit Durchschnitt zu tun.

Die 50 % sind also allesamt Leute, die MEHR als 35 % Bessserung hatten.

Es ist auch so das es jedem seine persönliche Entscheidung ist, wenn er im Schnitt 10 Jahre exterm leidet, 3 erfolglose KVTs hinter sich hat und 3- 5 Medikamentenversuche hinter sich hat.

Bthe way: Bei mir wraen es 30 Jahre Zwänge, 5rund 5 Jahre absolutes Hardcore, zwei stationäre Therapien plus 2 ambulante, davon eine nach " Goldstandard ", 25 Medikamenet ( wo mein INternist der Mienung war, das das auf Jahre hinweg auch nicht förderlcih für die Leber sei ) .

Un dwie oft habe ich, das Argument gehört - nicht in mienm Fall, da war die THS noch ganz frisch ) der Therapeut wurde falsch gewählt, die kLinik war nicht die richtige, die Medikamenete waren nicht die richtigen , der Patient habe sich nicht bemüht ( der Punkt an dem ich jedem Arzt 1 Woche Zwänge von 0 auf 100 wünsche ).

Beide Methoden haben ihre Existenzberechtigung.

Die Neurochirurgen sehen das auch durchaus so, bei den Psychiatern herrscht hier Null - Toleranz.

Wenn es für dich nicht das richtige ist , ist es doch okay.

Abgesehen davon,: Jeglcihe Zitate hinischtlich Wirkungsweise und grad stammen nicht von mir, da chte ich shconsher drauf, sondern sind in den Interviews samt und sonders belegt.

Viele Grüße

Nasdaq

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Nasdaq« (8. November 2016, 01:50)


Sisyphus

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Montag, 21. November 2016, 03:08

Hallo Nasdaq,


entschuldige bitte
erst einmal die lange Dauer meiner Antwort. Ich habe hier länger
nicht reingeschaut und erst gerade Deinen Beitrag gelesen. Vielleicht
erinnerst Du Dich, daß wir uns in einem anderen Forum bereits
miteinander ausgetauscht haben, und wie Du siehst, bin ich
mittlerweile ein absoluter Verfechter der THS geworden. Ich habe
einfach das Gefühl, daß diese mir helfen könnte. Und Deine
Argumente stimmen mich froh, daß die THS sich anders als die
Medikamente kontinuierlich weiter entwickelt, davon zeugen ja auch
Deine beiden aktuellen Verweise auf Deiner Seite. Als ich meine
Antwort geschrieben hatte, kam ich gerade von Köln, und mir ging es
wegen der Absage sehr schlecht - von daher der resignative Unterton.



Ich habe vollstes
Verständnis dafür, daß ich vor einer weiteren Prüfung erst noch
ein Jahr ambulante Verhaltenstherapie machen muß. Ich bin zwar, was
Therapien gegen Zwänge angeht, nicht ganz unbefleckt, aber meine
letzte Therapie liegt schon zu lange zurück und behandelte meine
Zwänge auch nur zum Teil. Ich habe auch schon eine Psychologin
gefunden, mit der ich sehr gut klarkomme. Ich kann mir zwar nicht
vorstellen, daß dadurch meine Zwänge deutlich reduziert werden
können, lasse mich aber gern eines Besseren belehren. Ich gehe aber
davon aus, daß ich nach der Therapie noch einmal in Köln vorstellig
werde und hoffe, daß mir die THS dann bewilligt wird. Wenn ich mir
manche Patientenberichte von Zwangsbetroffenen nach erfolgreicher THS
ansehe, so scheint das Gefühl der Erlösung in greifbarer Nähe, das
Glück ist so nahe, und allein diese Hoffnung ist für
Zwangsbetroffene, für die das Hintergrundrauschen von Katastrophe
und Ausweglosigkeit kennzeichnend ist, unbezahlbar. Sie hatten sich
ja schon aufgegeben.


Ich denke auch
manchmal darüber nach, wie sich bestimmte Menschen fühlen würden,
wären sie für kurze Zeit in meinem Kopf. Wahrscheinlich würden sie
schnell wahnsinnig werden, aber der Mensch ist ein Gewohnheitstier,
er kann sich an alles gewöhnen. Ich träume von der THS und stelle
mir immer vor, daß diese meine Nebelwand im Kopf auflöst, so wie
mich z. B. eine Laseroperation von der Fehlsichtigkeit befreien
würde. Das Gefühl muß überwältigend sein. Man ist wieder frei.



Was die Meinung der
Psychiater hinsichtlich der THS angeht, kann ich durch meinen
Psychiater bestätigen. Allerdings gab er mir die notwendige
Überweisung für Köln. Die Ablehnung der meisten Psychiater wundert mich ein wenig, denn nach der
klassischen Einteilung befinden sich die Psychiater im Spannungsfeld
zwischen den Psychologen, welche die THS natürlich i. d. R. geradezu
verabscheuen, und den Neurologen. Deswegen werden sie von beiden
Seiten zuweilen angefeindet, und daß es sinnvoll ist,
interdisziplinär zusammenzuarbeiten, hat sich wohl noch nicht bei
allen herumgesprochen; viele sind noch zu sehr auf ihr eigenes
Ressort beschränkt und/oder haben ihre eigenen Interessen im Blick.
So sind durch eine THS erfolgreich behandelte Patienten weniger
motiviert, eine Therapie zu beantragen und psychiatrische Medikamente
einzunehmen.



Beste Grüße

Sisyphus