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Familie & Partnerschaft: verzweifelt

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Femme1705

Anfänger

  • »Femme1705« ist weiblich
  • »Femme1705« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 35

Zwangssymptome: Zwangsgedanken, grübeln, Kontrolle

Medikament / Dosis: Clomipramin 75 mg retardiert

Status: Betroffene/r

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1

Freitag, 4. März 2016, 15:36

verzweifelt

Hallo zusammen,

eigentlich war ich in diesem Forum aktiv wegen MEINEN Zwangsgedanken, und Ängsten, die ich jetzt schon mehrere Jahre habe. Seit ca. vier Jahren weiß mein Mann davon, ich habe es vorher nie klar ausgesprochen, dass ich ein Problem habe, was mir Angst macht und was mich nicht los lässt...
Mein Partner wirft mir ständig vor, durch mein Problem, was es seiner Meinung nach nicht gibt, würde er sehr darunter leiden. Das ist mir über die Zeit auch aufgefallen, er ist einfach oft unterwegs und kann eher bei seinem Kumpel abspannen als zuhause.
Er betont auch immer wieder, dass er durch dieses ganze Problem, häufig unpünktlich zur Arbeit kommt. Der Arbeitgeber hat das schon bemängelt, und dafür gibt er mir die Schuld.
Letztes Jahr hat er dann doch durch sein kollegiales und auch engagiertes Arbeiten eine Beförderung erhalten. Parallel wurde es bei mir so schlimm, dass ich freiwillig in eine Klinik bin. Diese Phase lief dann so ab, dass mein Mann zuhause alleine klarkommen musste, und auch ca. die Hälfte der 8 Wochen auch unsere Zwillinge versorgt hat, den Rest der Zeit waren die beiden bei Oma und Opa. Mein Mann wollte keine Haushaltshilfe, er wollte es lieber selbst machen. Am Ende war es aber dann so stressig, dass auch wieder häufig zu spät zur Arbeit kam, wofür er mich beschuldigte.
Nach einigen Wochen kam dann der Hammer, er wurde in seiner Beförderung gekündigt! Das war fast das Schlimmste, und natürlich war das meine Schuld! Ich mache mir auch Vorwürfe deswegen, ich finde es aber gleichzeitig auch unfair. Ich bin ja nicht aus Spass in die Klinik...

Seit dieser Zeit (Sommer) ist er krank geschrieben, eigentilch um Zeit zu gewinnen, und sich innerbetrieblich per Betriebsrat eine möglichst gute Stelle zu bekommen. Diese lange Zeit des zuhause seins ist mehr oder weniger eine Katastrophe, er liegt den ganzen Tag auf der Couch, schläft entweder stundenlang, mittlerweile tagelang und ihm ist alles egal. Nur mal nebenbei, derweil mache ich alles alleine: Kinder, Haushalt, Arbeiten, Einkaufen, Kochen, Waschen, Bügeln... So läuft es jetzt seit Wochen. Den Rest der Zeit in der er wach ist, verbringt er mit Konsolenspielen, XBOX, auch über Stunden bzw. Nächte... Er ist auch manchmal die ganze Nacht unterwegs, ich denke schon, dass er vielleicht fremdgeht...

jetzt kommt aber das schlimmste für mich, beim aufräumen habe ich jetzt (zum vierten Mal) ein kleines verschließbares Tütchen mit weißlichem Pulver entdeckt. Dreimal sagte er mir, dass sei von einem Kumpel... Aber das glaube ich nicht.
Mein Mann hat sich auch verändert in der letzten Zeit, er ist sehr aggressiv, und hat auch schon öfter mal zugeboxt, geschubst und extreme Beleidigungen ausgesprochen (Nutte, Hure, Schlampe). Er ist unheimlich aggressiv geworden und manchmal habe ich Angst zu schlafen, weil ich nicht weiß was ermacht?? es ist einfach eine schlimme Zeit und ich weiß erstens, nicht genau was ich tun soll, und zweitens tut er mir so leid, weil er sich selbst zerstört, wenn er wirklich das konsumiert was ich gefunden habe. es wird ja kein Zucker sein...

Hat jemand vielleicht Erfahrung oder einen Rat, was ich tun könnte... Ich komme nicht mehr an ihn ran, er ist nur auf Ärger raus und ich kann mit ihm nichts mehr klären. Ich habe das Gefühl umso mehr Zeit wir gemeinsam verbringen umso schlimmer wird es...

Gruß Judith

  • »Vertrauen&Mut« ist weiblich

Beiträge: 50

Zwangssymptome: Waschzwang/Vermeidungsverhalten, Kontrollzwang, aggressive Zwangsgedanken

Medikament / Dosis: 200mg Sertralin, 150 mg Trittico retard

Aktueller Therapie-Status: Ambulante Therapie

Status: Betroffene/r

Beruf: Rentnerin

Hobbys: Schreiben, Schlummern, Internet, fotografieren

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2

Sonntag, 6. März 2016, 04:02

Liebe Judith,

Das klingt nicht gut, was Du schreibst :| .
Gäbe es evt. die Möglichkeit einer (vorübergehenden) räumlichen Trennung?
Dass Ihr separat wohnt?
Wie alt sind denn Deine Kinder?
Falls Dein Mann wirklich Drogen konsumiert, es aber abstreittet, macht es nicht einfacher. Ich habe den Eindruck, dass er zum jetzigen Zeitpunkt (noch?) nicht bereit ist, für sich selbst professionelle Hilfe zu holen?
Aus Deinem Post höre/lese ich eine grosse Überforderung heraus.
Hast Du Selbst derzeit Unterstützung, Gespräche durch eine/n Therapeuten/in?

Lg

Manuela72

Anfänger

  • »Manuela72« ist weiblich

Beiträge: 12

Zwangssymptome: ROCD, sexuelle Zwangsgedanken, immer wieder verschiedene Wörter im Kopf, Angst Lesbisch zu sein

Medikament / Dosis: Paroxetin 15mg , Opipramol 150 mg, Tavor 1mg

Aktueller Therapie-Status: Warte auf Zusage für Therapieplatz

Status: Betroffene/r

Wohnort: Dillingen Saar

Beruf: Demenzbetreuerin

Hobbys: Backen, Puzzeln, Tanzen, Lesen, Sport und mit dem Hund Gassi gehen

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3

Samstag, 25. Februar 2017, 11:26

Hallo Judith,
ich weiss es gehört gerade nicht zu Deinem Thema,
aber wie lange nimmst du schon Clomipramin ?
Ich hatte es 10 Jahre bis zu meinem Selbstmorversuch !
Und dann hatte ich fast vier Monate nix mehr und bin jetzt bei Paroxetin 15 mg
seit fast 3 Wochen. Ich habe aber das Gefühl, das es mir damit nicht so gut geht,
wie damals mit Clomipramin. Sorry für die Frage, aber kannst du mir vielleicht sagen,
wie ich meinen Beitrag bearbeiten kann ?

Liebe Grüße
Manuela

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